In gemütlicher Atmosphäre haben wir uns mit ca. 80 Frauen auf die bevorstehende Adventszeit einstimmen lassen.
Wo kommt der
Himmel der Erde näher, als in dem Ereignis wo Gott, durch seinen
Sohn Jesus Christus Mensch wird.
Gott macht sich
klein, um uns Menschen nahe zu kommen.
Ich möchte uns
an das geschichtliche Ereignis erinnern,
das in der Weltgeschichte
so einschneidend war, dass heute noch die Tage in unserm Kalender
danach gezählt werden.
Indem Gott
Mensch wird, findet diese Berührung von Himmel und Erde statt.
Der Himmel
kommt nicht in die Machtzentrale des Kaisers
Augustus, auch zieht er nicht in den Palast
des Herodes ein, sondern die Berührung
findet auf dem Hirtenfeld von Betlehem statt.
Nicht die
Großen der Welt finden Beachtung, sondern die Hirten auf dem Feld,
die in der Weltgeschichte keine Bedeutung haben, werden vom Engel
überrascht, der ihnen die gute Nachricht bringt: der Retter, der
Christus ist geboren.
Dann öffnete
sich der Himmel und der Engel war von Heerscharen von Engeln umgeben,
die gemeinsam Gott priesen mit den Worten:
„Ehre sei
Gott im höchsten Himmel und Frieden auf Erden, für alle Menschen,
an denen Gott Gefallen hat.“
Die Vergessenen
und Verachteten erfahren zuallererst die beste
Botschaft aller Zeiten:
Der Himmel
ist auf die Erde gekommen. Der Engel
verkündet: „ihr werdet das Kind in einer Krippe finden, in Windeln
gewickelt.“
Die Hirten auf
dem Feld sind würdig erachtet, als erste die himmlische Botschaft
von Gottes Kommen in diese Welt zu hören.
Ja, wo ist denn
der Weihnachtsfriede
geblieben?
Wie soll
Weihnachtsfriede in den Familien einkehren, bei denen das ganze Jahr
über gestritten wird. Friede auf Knopfdruck funktioniert nicht, schon gar nicht, wenn man einen ganzen Abend lang in einem Raum eingesperrt unterm Tannenbaum zusammensitzt und sonst, die übrige Zeit im Jahr, aus gutem Grund, sich eher aus dem Weg geht.
Der Friede ist beim Kind in der Krippe, beim
Mensch gewordenen Gottessohn, beim Friedefürsten
Jesus Christus.
Wer Frieden
will, der muss hin zu ihm.
Friede auf
Erden gibt es nur beim Friedefürsten. Friede auf Erden ist nur
da, wo man dem Friedefürsten vertraut
und sich seiner Herrschaft unterstellt.
Wenn es heute
noch soviel Unfrieden gibt, dann nur deshalb, weil so wenige dem
Friedefürsten vertrauen.
Der Himmel ist
überall da, wo Jesus in das Leben eines Menschen einbezogen wird.
Wo Gott den
Menschen begegnet,
berühren sich Himmel und Erde.
Da wo eine
Beziehung zwischen Gott und Mensch gelebt
wird, berühren sich Himmel und Erde.
Da wo Gott
im Himmel die Ehre bekommt, kann Fiede auf der Erde werden.
Der
Höhepunkt der Berührung von Himmel und Erde findet am Kreuz von
Golgatha statt.
Paulus
schreibt in seinem Brief an die Christen in Philippi:
Geht
so miteinander um, wie Christus es euch vorgelebt hat. Obwohl er Gott
war, bestand er nicht auf seinen göttlichen Rechten. Er verzichtete
auf alles, er nahm die niedrige Stellung eines Dieners an und wurde
als Mensch geboren und als solcher erkannt. Er erniedrigte sich
selbst und war gehorsam bis zum Tod, indem er wie ein Verbrecher am
Kreuz starb. Deshalb hat Gott ihn in den Himmel gehoben und ihm einen
Namen gegeben, der höher ist als alle andern Namen.
Jesus
selbst legt seine Königswürde für uns nieder, indem er seine Krone gegen
eine Dornenkrone eintauscht.
Das
Kreuz symbolisiert die Berührung von Himmel und Erde. Gottes Liebe
wird sichtbar und erfahrbar.
Durch
den Tod Jesu ist Versöhnung mit Gott möglich geworden.
Weil sich
Gott erniedrigt hat, wird das Niedrige und Bedürftige einen Platz
bei Gott haben – für immer.
Die Berührung
von Himmel und Erde war kein einmaliges Ereignis. Diese Berührung
wiederholt sich immer da, wo Menschen sich für Gottes Liebe öffnen.
Auch heute
noch können wir vom Himmel, von Jesus persönlich und ganz
individuell berührt werden.
Er
kennt unsere Bedürfnisse und möchte uns mit seiner Liebe berühren.
So wünsche ich euch allen eine besinnliche Adventszeit.
Liebe Grüße Elisabeth




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