Samstag, 29. November 2014

Da berühren sich Himmel und Erde

Unter diesem Thema fand heute unsere diesjährige Adventsfeier für Frauen statt.


In gemütlicher Atmosphäre haben wir uns mit ca. 80 Frauen auf die bevorstehende Adventszeit einstimmen lassen.




Wo kommt der Himmel der Erde näher, als in dem Ereignis wo Gott, durch seinen Sohn Jesus Christus Mensch wird.
Gott macht sich klein, um uns Menschen nahe zu kommen.
Ich möchte uns an das geschichtliche Ereignis erinnern, das in der Weltgeschichte so einschneidend war, dass heute noch die Tage in unserm Kalender danach gezählt werden.
Indem Gott Mensch wird, findet diese Berührung von Himmel und Erde statt. 



 
Der Himmel kommt nicht in die Machtzentrale des Kaisers Augustus, auch zieht er nicht in den Palast des Herodes ein, sondern die Berührung findet auf dem Hirtenfeld von Betlehem statt.

Nicht die Großen der Welt finden Beachtung, sondern die Hirten auf dem Feld, die in der Weltgeschichte keine Bedeutung haben, werden vom Engel überrascht, der ihnen die gute Nachricht bringt: der Retter, der Christus ist geboren.
Dann öffnete sich der Himmel und der Engel war von Heerscharen von Engeln umgeben, die gemeinsam Gott priesen mit den Worten:
Ehre sei Gott im höchsten Himmel und Frieden auf Erden, für alle Menschen, an denen Gott Gefallen hat.“
Die Vergessenen und Verachteten erfahren zuallererst die beste Botschaft aller Zeiten:
Der Himmel ist auf die Erde gekommen. Der Engel verkündet: „ihr werdet das Kind in einer Krippe finden, in Windeln gewickelt.“
Die Hirten auf dem Feld sind würdig erachtet, als erste die himmlische Botschaft von Gottes Kommen in diese Welt zu hören.


 
Ja, wo ist denn der Weihnachts­friede geblieben?
Wie soll Weihnachtsfriede in den Familien einkehren, bei denen das ganze Jahr über gestritten wird. Friede auf Knopfdruck funktioniert nicht, schon gar nicht, wenn man einen ganzen Abend lang in einem Raum eingesperrt unterm Tannenbaum zusammensitzt und sonst, die übrige Zeit im Jahr, aus gutem Grund, sich eher aus dem Weg geht.


Der Friede ist beim Kind in der Krippe, beim Mensch gewordenen Gottessohn, beim Friede­fürsten Jesus Christus.
Wer Frieden will, der muss hin zu ihm.
Friede auf Erden gibt es nur beim Friede­fürsten. Friede auf Erden ist nur da, wo man dem Friede­fürsten vertraut und sich seiner Herrschaft unter­stellt.
Wenn es heute noch soviel Unfrieden gibt, dann nur deshalb, weil so wenige dem Friede­fürsten vertrauen.
Der Himmel ist überall da, wo Jesus in das Leben eines Menschen einbezogen wird.
Wo Gott den Menschen begegnet, berühren sich Himmel und Erde.
Da wo eine Beziehung zwischen Gott und Mensch gelebt wird, berühren sich Himmel und Erde.
Da wo Gott im Himmel die Ehre bekommt, kann Fiede auf der Erde werden.



Der Höhepunkt der Berührung von Himmel und Erde findet am Kreuz von Golgatha statt.

Paulus schreibt in seinem Brief an die Christen in Philippi:
Geht so miteinander um, wie Christus es euch vorgelebt hat. Obwohl er Gott war, bestand er nicht auf seinen göttlichen Rechten. Er verzichtete auf alles, er nahm die niedrige Stellung eines Dieners an und wurde als Mensch geboren und als solcher erkannt. Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis zum Tod, indem er wie ein Verbrecher am Kreuz starb. Deshalb hat Gott ihn in den Himmel gehoben und ihm einen Namen gegeben, der höher ist als alle andern Namen.
Jesus selbst legt seine Königswürde für uns nieder, indem er seine Krone gegen eine Dornenkrone eintauscht.
Das Kreuz symbolisiert die Berührung von Himmel und Erde. Gottes Liebe wird sichtbar und erfahrbar.
Durch den Tod Jesu ist Versöhnung mit Gott möglich geworden.

Weil sich Gott erniedrigt hat, wird das Niedrige und Bedürftige einen Platz bei Gott haben – für immer.


Die Berührung von Himmel und Erde war kein einmaliges Ereignis. Diese Berührung wiederholt sich immer da, wo Menschen sich für Gottes Liebe öffnen.
Auch heute noch können wir vom Himmel, von Jesus persönlich und ganz individuell berührt werden.
Er kennt unsere Bedürfnisse und möchte uns mit seiner Liebe berühren. 

So wünsche ich euch allen eine besinnliche Adventszeit.

Liebe Grüße Elisabeth 


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