Sie hat sich in einer Buschklinik in Afrika den Weg ins Leben gekämpft. Obwohl die Geburt ganz normal verlaufen ist, bekam sie Neugeborenenkrämpfe. Als sie neun Tage alt war, bin ich mit ihr aus medizinischen Gründen nach Deutschland geflogen. Die ersten Monate ihres Lebens verbrachte sie im Krankenhaus. Mit der Diagnose, dass sie mehrfach schwerstbehindert sein wird, wurde sie dann entlassen.
Rebekka ist inzwischen eine junge Frau, die ihr Leben selbständig meistert, lebt seit über zehn Jahren in einer eigenen Wohnung, arbeitet in einer Behindertenwerkstatt und freut sich ihres Lebens.
Sie hatte das Glück in einer Integrationsklasse beschult zu werden, wo sie trotz geistiger Behinderung Lesen und Schreiben gelernt hat. Englisch wurde später ihr Lieblingsfach. Um ihre Schulpflicht zu erfüllen, war sie noch zwei Jahre an einer berufsbildenden Schule für Hauswirtschaft und Gartenbau.
Ihre Leidenschaft ist chatten und Geschichten schreiben. Sie fotographiert und liest gern.
An den Wochenenden leistet sie uns Gesellschaft und wir sind froh, sie in unserer Nähe zu haben, wo alle andern Mädels so weit weg sind.
So das wars für heute.
Einen guten Start in die neue Woche.
Liebe Elisabeth,
AntwortenLöschenich bin tief berührt und bewegt von Deinen Zeilen.
Heule gerade vor Rührung, weil man keine Zeile der Bitterkeit und Unversöntheit liest.
In allen Deinen Blogbeiträgen und Fotos liest und sieht man soviel Ruhe, Zufriedenheit und Liebe!
Und auch wenn Du es sehr sachlich schreibst, so kann ich trotzdem ahnen, was all die Begebenheiten Deines Lebens an Schmerz, Kampf und Mut gekostet haben müssen!
Vielen Dank, lieber Gott, dass es so eine wertvolle Elisabeth gibt :-*
Du bist ein großes Vorbild und eine der wundrvollen, weisen Frauen, die die Bibel erwäht... von denen wir jüngeren Frauen viel lernen dürfen.
Bin echt sehr aufgewühlt und habe eine tiefe Bewunderung und Anerkennung für Dich :-)
Elisabeth: Mein Gott ist Fülle, die Gott verehrt....
Du bist so wertvoll, schön, dass ich Dich (virtuell) getroffen habe :-)
Liebste Grüße,
Tina
Liebe Tina, ich danke Dir für Deine berührenden Zeilen. Ich habe die Vorstellung von Rebekka bewußt sachlich gehalten, sonst hätte ich hier ein Buch voller Dramatik schreiben können. Aber eins kann ich sagen, obwohl ich Gottes Führung bis heute nicht verstehen kann, empfinde ich keine Bitterkeit. Gott macht keine Fehler. Mitten aus meiner Berufung als Missionarin in Kamerun, von heute auf morgen herausgenommen zu sein, wo ich wirklich mit Herzblut an einer Schule für Mädchen gearbeitet habe, dazu noch meinen Mann und unsere beiden älteren Töchter, sowie ein afrikanisches Pflegekind (5 Jahre alt) zurückzulassen, und mit einem sterbenden Baby auf eine lange Flugreise zu gehen, war schon eine Herausforderung. Gott hat wirklich Gnade geschenkt und Rebekka darf leben. Trotz aller Schattenseiten ist sie unser größter Sonnenschein.
LöschenEine gute Nacht wünsch ich Dir und eines darfst Du Dir sicher sein, Gott hat immer noch Alles unter Kontrolle und denen, die Gott lieben werden alle Dinge zum Besten dienen. Auch wenn wir nicht auf Alles eine Antwort bekommen.
Oh, meine Becki! Ja, was für ein aufregender Lebenstart und jetzt so eine tolle Frau! Was wären wir nur ohne sie?
AntwortenLöschenLiebe Elisabeth,
AntwortenLöschenwie schön, dass wir hier nun auch noch dein viertes Mädl kennenlernern dürfen.
Deine Rebecca sieht sehr sympathisch aus und mit dem was du zu Ihrer Person schreibst, läßt sich schließen, dass sie das Leben in der Tat sehr liebt und es genießt.
Ich freue mich sehr, dass sie ihre Selbständigkeit nun in ihren eigenen vier Wänden geniessen kann und ich kann mich immer nur wiederholen: Ihr seid eine ganz besondere Familie! Ich freue mich, Euch hier kennenlernen zu dürfen und wünsche Euch allen alles Glück der Erde und Gesundheit für Euch!
PS Ich habe selbst schon in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet und es war eine der interessantesten und schönsten Erfahrungen, die ich jemals machen durfte.
Komm gut in die neue Woche, meine liebe Elisabeth!
Alles Liebe, Brigitte
Ah jetzt hat sich meine Frage erübrigt. Ich finde es toll, dass deine Tochter so selbstständig zu sein scheint. (Kenne leider auch Fälle, wo die "Behinderung" schlimmer gemacht wird, als sie ist. Und nun die ganze Familie am Ende unglücklich mit der Situation ist. Aber leider ist es nun zu spät und man kann nicht immer aus Fehlern lernen.) Sie sieht wirklich glücklich auf den Fotos aus. Ich wünsch dir und deiner Tochter/deinen Töchtern alles Liebe und Gottes Segen.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Lydia