Dienstag, 31. Oktober 2017

Fünfhundert Jahre Reformation

Im 21. Jahrhundert ist es an der Zeit, die Reformation neu zu überdenken. Welche Thesen würde Luther heute an die Kirchentür nageln?
Heute, in einer Zeit, in der der Schöpfer weitestgehend abgelehnt wird, die Kreuze aus den Klassenzimmern verschwinden, die Kirchen zu Museen oder Bibliotheken umfunktioniert und die zehn Gebote missachtet werden.



 Für viele sieht der Glaube so aus wie in diesem Cartoon dargestellt (Quelle Glaubensimpulse).
Man bastelt an seinem eigenen Glauben und sucht sich nur das aus der Bibel heraus, was einem selber gefällt.

Heute, am Feiertag zum Gedenken an die Reformation, wurde ein Fest, ganz in unserer Nähe, mit einem open air Gottesdienst und einem bunten Programm, zur Erinnerung an die Zeit von Martin Luther, gefeiert.


Martin Luther wollte seinerzeit sicher keine neue Kirche gründen. Er wollte auf die Misstände, die Diskrepanz zwischen Lehre der Kirche und den Aussagen der Bibel hinweisen. Luther erkannte die Befreiung aus religiösen Zwängen. Er erkannte, dass der Mensch nicht aus eigener Anstrengung gerecht wird.


Auf der Suche nach dem gnädigen Gott, kam Luther zu der Erkenntnis, nicht durch Leistung geschieht Erlösung, sondern ist ein Geschenk Gottes an die Menschen.
So kam er zu dem Schluß, nachdem er den Römerbrief studiert hatte: 
Sola scriptura Allein die Schrift – die einzige Grundlage des Glaubens,
Sola gratia, Allein aus Gnade,
Sola fide, allein durch den Glauben,
Solus Christus, Allein Christus, die Verwirklichung der ersten drei Aussagen,
Soli Deo gloria Allein zur Ehre Gottes.


  
Gott sei Dank für dieses Jubiläumsjahr der Reformation, um uns das wieder neu bewusst zu machen und an die Grundwahrheiten der Bibel zu erinnern.
Mit freundlichen Grüßen Elisabeth

 


Sonntag, 29. Oktober 2017

Abschluss unserer Israelreise

Zum Abschluss unserer Reise verbrachten wir ein paar Tage, ganz im Süden von Israel, nahe der Ägyptischen Grenze, in dem Urlaubsort Eilat, am Roten Meer gelegen.



Hier hatten wir noch ein paar Tage Entspannung pur.
Dort besuchten wir eine Kamelfarm.


Sehr sehenswert ist auch das Unterwasserobversatorium. Ca. 8 m unter der Wasseroberfläche kann man die Unterwasserwelt mit den farbenfrohen Korallen und einer Vielfalt von bunten Fischen, bestaunen.





Die Unterwasserwelt mit einem Schnorchel zu erkunden, war noch mal ein besonderes Erlebnis.


Zum krönenden Abschluss, fuhren wir einige Kilometer in die Fels- und Wüstenlandschaft hinein, um zum "Red Canyon" zu gelangen. Zunächst führte uns der Weg durch ausgetrocknete Flußbetten, den Wadis, an imposanten Felsformationen aus rotem Sandstein vorbei bis wir den Canyon erreichten. Atemberaubend schön.





Noch ein paar spezielle Souvenirs besorgt, und schon war die Zeit gekommen, Israel, einem ganz besonderen Land, Good bye zu sagen.


So war dann die Zeit gekommen, uns auf die Heimreise zu machen. Mit dem Auto fuhren wir zurück nach Tel Aviv, um von dort den Rückflug anzutreten.


Eine abenteuerliche, lehrreiche, außergewöhnliche, spannende, glaubensstärkende, emotionale und traumhafte Reise geht zu Ende. Was wir mitnehmen, sind die vielen Eindrücke und Erinnerungen an diesen unvergesslichen Urlaub.

Es grüßt euch Elisabeth

Sonntag, 22. Oktober 2017

Qumran

Heute nehme ich euch mit an einen sehr heißen Ort, am Westufer vom Toten Meer gelegen, in die Judäische Wüste, etwa 320 m unterm Meeresspiegel, zu den Ruinen von Qumran.



Dank des trockenen, heißen Klimas konnten Schriftrollen, aufbewahrt in Tonkrügen, Jahrtausende unbeschadet überstehen. Zufällig, weil ein Hirtenjunge nach verlorenen Ziegen suchte, fand er in einer Höhle eine Anzahl von Tonkrügen mit den Schriftrollen.


In mehreren Höhlen fand man dort Schriftrollen. 1947 und die Jahre danach, entstand eine Ausgrabungsstätte einer Siedlung, die einer jüdischen Sekte, den Essenern zugeschrieben wird.


Hier wurden auch Abschriften der Jesajarolle gefunden, die gut erhalten im Schrein des Buches in Jerusalem aufbewahrt werden und auf ein Alter von mehr als zweitausend Jahre datiert sind.



Durch die vielen Ausgrabungsstätten kommen immer mehr Beweise zu Tage, die sich mit den Abschriften der Bibel decken.


Wichtig ist, sich immer wieder mit Frischwasser einzudecken. Ein paar Liter brauchte man schon über den Tag verteilt.


Da wir am Toten Meer waren, nutzten wir die Gelegenheit, dort zu schwimmen. Durch den hohen Salzgehalt kann man im Wasser liegen und einfach entspannen.


Eine interessante Erfahrung.

Liebe Grüße Elisabeth

Montag, 16. Oktober 2017

Internationale Christliche Botschaft Jerusalem

Die einmalige Gelegenheit, die Internationale Christliche Botschaft in Jerusalem zu besuchen, wollten wir uns nicht entgehen lassen. ICEJ


Diplomatie des Trostes
Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) wurde 1980 von Christen verschiedenster Länder gegründet, um den 3000 Jahre alten Anspruch des jüdischen Volkes auf Jerusalem und seine besondere Verbindung zur Stadt Davids zu bekräftigen. Heute vertritt die ICEJ Millionen von Christen aus über 125 Ländern weltweit, die Israel und dem jüdischen Volk in Liebe und Solidarität verbunden sind. Die ICEJ ist die größte christlich-zionistische Organisation mit aktiven Zweigstellen in 60 Nationen. Ca. 30 Mitarbeiter aus einem Dutzend verschiedener Länder sind in der Hauptstelle in Jerusalem tätig. 

Die Arbeit der ICEJ steht unter dem Motto aus Jesaja 40,1: „Tröstet, tröstet mein Volk...
Seit mehr als 27 Jahren hilft die ICEJ den Bürgern Israels auf ganz praktische Weise. Gleichzeitig informiert und inspiriert sie Christen aus aller Welt, sich gegen den immer stärker werdenden Trend der Israelfeindlichkeit und des Antisemitismus zu stellen. 

 Wer mehr von den Hilfsprojekten erfahren möchte, findet hier den link
Die Botschaft ist Partner von Yad Vashem und unterhält eine Einrichtung für Holocaustüberlebende in Haifa.

Von hier machten wir uns auf den Weg zum Toten Meer. Wir durchquerten eine Wüstenlandschaft und ...



kamen am Jordan vorbei, wo gerade eine Taufe stattfand.




 Israel, ein Land voller Gegensätze.


Das nächste Mal berichte ich über Qumran und den sensationellen Fund.

Liebe Grüße Elisabeth

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Jericho und Bethlehem

Wo wir nun schon eine Reise durch Israel geplant hatten, haben wir auch Jericho und Bethlehem besuchen wollen. Da diese Orte in der Westbank sind, war uns klar, und das hatten wir inzwischen auch erkundet, dürfen wir mit dem Mietwagen nicht dorthin fahren. So nahmen wir die Straßenbahn in Jerusalem und fuhren zum arabischen Busbahnhof. Die Linie 21 fährt dann ca. 20 Min. nach Bethlehem. An der Rahels crossing kommt man an einen Checkpoint, Pass und israelisches Visum werden kontrolliert. In Bethlehem angekommen muß man nach einem Sammeltaxi, einem Sherut Ausschau halten, dass einen mit nach Jericho nimmt.
Wir hatten Glück, uns blieb der Fußweg erspart, weil ein Taxi uns entgegenkam. Nachdem wir den Preis ausgehandelt hatten, stiegen wir ein.


Die Straße führte uns immer weiter nach unten. Es wird gesagt, Jericho ist die älteste und tiefstgelegene Stadt der Welt. Jericho liegt ca. 250 m unterm Meeresspiegel auf Höhe vom Toten Meer, wird auch die Palmenstadt genannt und ist bekannt für seine frisch gepressten Säfte. Ich sag euch: köstlich.


Vom Klima ist es extrem heiß.


Hier befinden sich viele Ausgrabungsstätten aus den verschiedensten Zeitepochen. Da wir auch noch nach Bethlehem wollten, hielten wir uns in Jericho nicht lange auf.

Mit dem Sherut fuhren wir zurück nach Bethlehem, dem bekannten Ort aus der Weihnachtsgeschichte.




Über die Mosaikbilder verschiedener Szenen der Weihnachtsgeschichte, hat Rebekka sich besonders gefreut.


Es ist eine großartige Erfahrung, den Ort zu besuchen, wo Himmel und Erde sich berühren.
Wo kommt der Himmel der Erde näher, als in dem Ereignis wo Gott, durch seinen Sohn Jesus Christus Mensch wird.
Gott macht sich klein, um uns Menschen nahe zu kommen.
Ich möchte uns an das geschichtliche Ereignis erinnern, das in der Weltgeschichte so einschneidend war, dass heute noch die Tage in unserm Kalender danach gezählt werden.
Indem Gott Mensch wird, findet diese Berührung von Himmel und Erde statt. 
Liebe Grüße Elisabeth

Montag, 9. Oktober 2017

Babyboo

Wie jedes Jahr, habe ich mich auch diesmal wieder auf die Suche, auf dem Markt und in Supermärkten, nach ein paar Babyboo gemacht. Fand aber nur orangefarbene und grüne Zierkürbisse. Ich liebe nun mal die kleinen Weissen.


Im Frühjahr hatte ich meine Zierkürbisse vom letzten Jahr irgendwann, obwohl sie noch gut aussahen, auf dem Kompost entsorgt. Im Sommer entdeckte ich, dass mein Mann aus dem Kompost ein paar Pflanzen herausgerissen hat, die ich als Kürbispflanzen erkannte. Nachdem sie ein paar Tage im Regen lagen, pflanzte er diese, auf mein Bitten hin, wieder ein. Diese Pflanzen überwucherten den ganzen Komposthaufen und darüber hinaus. Ich ging davon aus, dass ich wohl mal ein paar Kürbiskerne mit dem Biomüll entsorgt habe.



Ich wollte es drauf ankommen lassen, hatte aber keine Hoffnung, dass überhaupt ein Kürbis ansetzt. Außer Blüten und Blätter habe ich nichts gesehen. Als ich die Tage dabei ging, den Wirrwarr auf dem Kompost zu entsorgen, fand ich unter den großen Blättern meine Babyboo. Strahlend weiss warteten sie darauf gepflückt zu werden. Welch wunderbare Vermehrung. Von Babyboogröße bis Minibabyboogröße. Mit Babyboos hatte ich am allerwenigsten gerechnet.


Um so größer war die Überraschung. Von der Auslese bin ich nun motiviert, mit der Herbstdeko zu starten.



Ich habe mich zunächst mal für eine Holzetagerie entschieden, mit Moos ausgepolstert, meine kleinen Babies sollen ja kuschelig gebettet sein, mit Kastanien und Physalis ausgeschmückt.




Meine gehäkelten Babyboo habe ich dann auch noch hervorgeholt. Die habe ich mir mal (aus lauter Verzweiflung) gehäkelt, als ich mal gar keine finden konnte. Ich mag sie immer noch als Deko.


Es wurde ja nun auch Zeit, die Sommerdeko wegzuräumen, war ja für diesen Sommer unpassend. Dafür kommt jetzt die Kerzenssaison, freu.

Liebe Grüße Elisabeth

Samstag, 7. Oktober 2017

Yad Vashem

Yad Vashem ist eine Gedenkstätte für Holocaust und Heldentum in Jerusalem. Die Zeitgeschichte ist sehr detailliert dargestellt mit Tausenden von Dokumenten aus der Leidensgeschichte der Juden. Viele Zeitzeugen berichten über Video von ihren schrecklichen Erfahrungen.


In der Ausstellung war das Fotographieren nicht erlaubt.

Im Außenbereich gibt es den Garten der Gerechten. Dort ist ein kleiner Wald entstanden, nachdem für viele Familien oder Einzelpersonen ein Baum gepflanzt wurde, die während des Holocaust Juden zur Flucht verholfen oder unter Lebensgefahr versteckt haben. Die Geschichte von Corrie ten Boom ist ja sehr bekannt geworden. Ihr Baum ist in dem Jahr, in dem sie im hohen Alter starb, eingegangen. Ihr wurde ein neues Bäumchen gepflanzt. Jeder Baum bekommt ein Namensschild.




Erstaunlich, wie viele Menschen aus ganz Europa ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um Juden zu retten.

Die Geschichte von Irena Sendler ist noch nicht so lange bekannt. Eine mutige Frau hat über 2000 Kinder aus dem Warschauer Ghetto geschmuggelt.


 Im Internet gibt es gute Dokomentationen. Hier sind ein paar Links. Auf You Tube findet man viele Videoclips.

Yad Vashem
 https://www.youtube.com/watch?v=6X6ku8KNsOw&t=173s
https://www.youtube.com/watch?v=dr3PeT-Fxyc


Das schwedische Rote Kreuz hat viele Juden in solchen Bussen nach Schweden gebracht.


  Für Soldaten und Soldatinnen aus Israel ist es Pflicht diesen Ort zu besichtigen, um aus der Geschichte zu lernen.
Wie viele unschuldige Menschen haben ihr Leben lassen müssen und wieviele nur, weil sie aus Nächstenliebe Andern geholfen haben.

Yad Vashem, ein Ort des Gedenkens und der Betroffenheit über so viele Einzelschicksale, zum andern Beweise von Mut und Entschlossenheit, sich nicht der Masse anzuschließen.

Herzliche Grüße Elisabeth