Donnerstag, 8. Januar 2015

Unglaubliche Geschichten

Unter dem Label "unglaublich", möchte ich euch einige Erfahrungen mitteilen, die wirklich unglaublich, aber trotzdem so passiert sind. Wer mich auf meinem blog schon öfter besucht hat weiß, dass ich kein Freund von langen Texten bin. Ich lasse eher Bilder sprechen. Als ich zum Jahreswechsel das vergangene Jahr und die andern davor so revue passieren ließ, fielen mir so manche Situationen ein, die mich heute noch ins Staunen versetzen, und die es wert sind, mit andern zu teilen. Zum Verständnis muß ich leider ein bißchen ausführlicher werden. Also macht es euch bei einer Tasse Tee gemütlich und hört einfach zu.

Die Serie starte ich heute mit

Der Bußgeldbescheid

Vor einiger Zeit hatte ich meinen Kombi zum Transport einer Musikanlage an einen jungen Mann gegeben. Wir befanden uns auf dem Rückweg von einer Freizeit. Da dieser Freund den Weg nicht so gut kannte, blieb er hinter uns. Wir fuhren mit dem Bulli voraus. Nach einer Kurve stellten wir fest, dass der Kombi nicht mehr folgte. Wir hielten an, um zu warten. Kurze Zeit später holte der Freund uns wieder ein. Er hatte angehalten, weil sein Beifahrer nach seinem Handy suchte. Um uns wieder einzuholen, fuhr er in einer 60 ger Zone über 90, was ihm auch bewußt war. Und wie es kommen mußte, wurde er geblitzt. Ihm war auch gleich klar, dass das Folgen hat. Mir tat es echt leid für ihn, hatte er doch den Wagen für einen guten Zweck gefahren.  Für jemand wie ihn, der nicht viel hat, ist das bitter.
Von Zeit zu Zeit hoffte ich immer noch, dass das Gerät nicht richtig funktionierte und der Bescheid nicht kommt.


Einige Zeit später bekam ich, als Fahrzeughalterin, dann doch den Bescheid über 120 € Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Beiliegend ein Formular zum Ausfüllen der Angaben, wer das Fahrzeug gelenkt hatte. Gemeinsam mit dem jungen Mann füllten wir das Formular umgehend aus, weil ich die Sache schnell erledigt haben wollte. Das Ganze passierte im September. Als ich im Dezember von einem Angestellten der Zulassungsstelle dann Besuch bekam, der den Fall aufklären wollte, beteuerte ich, das Schreiben abgeschickt zu haben. Jedenfalls war ich mir da ganz sicher. Er  brachte nochmals das gleiche Formular mit und wir füllten es an Ort und Stelle aus, welches er auch gleich mitnahm. Mein Mann und ich erklärten dem freundlichen Herrn den Sachverhalt, wie es dazu kam, dass der junge Mann bewußt zu schnell fuhr und dass er ein armer Schüler ist. So gab er uns noch einen Tip, wo wir uns hinwenden könnten, um evtl. eine Ermäßigung zu bekommen, die wurde allerdings abgelehnt. Die Angelegenheit war eindeutig. Zwei Tage später fiel ich aus allen Wolken, als ich das Formular, welches ich abgeschickt glaubte, zwischen anderen Unterlagen fand. Und ich hätte schwören können, den Brief persönlich zur Post gebracht zu haben. Von Zeit zu Zeit fragte ich nach, ob unser Freund schon Post bekommen hätte, was er immer wieder verneinte. Da es um eine Gemeinschaftsaktion ging, für die er die Musikanlage transportierte, sprach ich verschiedene Leute an, ob sie sich an den Kosten beteiligen würden und hatte schon einen Betrag zusammen, den ich beiseite legte, um unserm Freund das Grld zu geben, sobald der Bescheid kommt.  Es vergingen wieder ca. 2 Monate und wir hörten nichts weiter. Eines abends betete ich ganz konkret für diese Situation, dass die Kosten nicht mehr angefordert würden und das Verfahren einfach eingestellt wird. Eigentlich sehr unlogisch. Wann wird schon mal ein berechtigter Bußgeldbescheid aufgehoben? Promt am nächsten Tag, irgendwann im Februar, erhielt ich wieder Post, dass der Fahrer immer noch nicht bekannt sei, was mich natürlich sehr erstaunte. Der freundliche Herr vom Amt, dessen Namen ich mir nicht mal gemerkt hatte, kam doch extra zu mir nach Hause, um die nötigen Angaben selber auszufüllen. Das soll mal einer verstehen. Also war Ärger vorprogrammiert. So rief ich bei der angegebenen Telefonnummer an, um den Sachverhalt zu erklären. Die Dame war über meine Geschichte ungläubig  überrascht und meinte,  ich würde ihr einen Bären aufbinden. Wollte dann aber doch der Sache auf den Grund gehen. Am nächsten Tag bekam ich den Rückruf, wo sie mir mitteilte, dass das Formular bei der Zulassungsstelle vergessen wurde, und nicht wie vorgesehen, an die entsprechende Stelle, weitergeschickt wurde. Die Dame am Telefon entschuldigte sich mehrmals bei mir für diesen Fehler und versicherte mir, dass das Verfahren, mit sofortiger Wirkung, eingestellt ist. Ein paar Tage später bekam ich es schwarz auf weiß. Das eingesammelte Geld konnte ich den Personen zurückgeben, die über diesen Ausgang auch sehr überrascht waren. Eigentlich hätte ich mich für mein Versäumnis entschuldigen müssen, den wichtigen Brief nicht abgeschickt, wohlgemerkt - verschlampt zu haben, was ja offensichtlich der Auslöser für die ganzen Verzögerungen war. Ist noch nicht genug, dass ich einen Fehler gemacht habe, sondern die Vergesslichkeit des Angestellten der Behörde kam noch obendrauf. Schlußendlich diente es dazu, dass mein Gebet erhört wurde, wofür ich Gott von Herzen dankte. So konnte ich wieder neu lernen, wie Gott selbst meine Fehler benutzt, um etwas Gutes daraus zu machen. Auch unser junger Freund war total überrascht und gleichzeitig erleichtert, wie Gott von einen Tag auf den andern mein Gebet erhört hat, trotz meines Versagens. Ihm wurden die 120 € erlassen und der Punkt in Flensburg kam nicht zum Eintrag.

Also, ihr dürft schon auf meinen nächsten Beitrag gespannt sein.

Es grüßt euch ganz herzlich Elisabeth



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