Freitag, 9. Januar 2015
Der durchgeknallte Laptop
Es passieren ja manchmal wundersame Dinge in unserm Leben, die wir uns nicht erklären können. Heute möchte ich euch eine Begebenheit weitergeben, wie mein Gebet in einer bestimmten Situation ganz konkret beantwortet wurde.
Während meine Tochter ihre Batchelorarbeit für Kommunikation- und Webdesign schreibt, wollte sie die Vergünstigung als Studentin noch nutzen und hat sich einen neuen MAC gekauft. Eines abends rief sie mich ganz unglücklich an, dass ihr ein Glas Saft über die Tastatur gekippt ist und der Laptop sofort aus war. Noch keine 2 Monate alt. Es roch angekokelt. Ihr damaliger Freund, jetzt Ehemann, auch Computerfachmann, riet ihr den Saft heraus zu schütteln und den MAC kopfüber liegen zu lassen. Gemeinsam zerlegten sie später den Laptop um die Teile, soweit wie möglich, einzeln zu trocknen. In einem Karton, der mit Reis gefüllt wurde, wurden die Einzelteile für 3 Wochen eingelagert, damit die Restfeuchtigkeit entzogen wird.
Die durchgebrannten Kabel und die zerstörte Anschlußbuchse konnte man deutlich erkennen. Ein neues Ladeteil und diverse Teile wurden ausgetauscht, in der Hoffnung, den Schaden beheben zu können. Nachdem der Laptop wieder zusammengebaut war, wollte er immer noch nicht funktionieren. Hinzu kam, je länger sich meine Tochter damit befasste, um so frustrierter wurde sie. Die Kommentare, die sie auch im Internet heraus fand, sprachen eine deutliche Sprache. Irreparabel. Trotzdem wurde weitergebastelt. Darüber vergingen Wochen, ja Monate. Bis dann meine Tochter wieder mal ganz traurig anrief: "Wir haben nun alles versucht. Ich werde wohl doch in einen applestore gehen müssen." Allein der Kostenvoranschlag sollte eine Menge Geld kosten (und damit war noch nicht geklärt, ob der Laptop repariert werden kann), geschweige denn die Reparatur. Die Garantie war durch Eigenverschulden hinfällig. Eine arme Studentin, wo sollte sie das Geld nur herbekommen.
Es tat mir von Herzen leid, dass ihr dieses Missgeschick passieren mußte.
Bis dahin hatte ich immer gehofft, der Schwiegersohn wird das schon wieder hinbekommen, aber er wußte auch keinen Rat mehr und meine Tochter war untröstlich.
In dieser ausweglosen Situation erinnerte ich mich, ich könnte ja dafür beten. Am nächsten Tag während einer Autofahrt, ich war allein unterwegs, setzte ich den Gedanken in die Tat um. Ich betete ganz konkret und laut, es konnte mich ja keiner hören: "Gott, der du die ganze Welt erschaffen hast, und alles nach deinem Plan läuft, für dich dürfte es doch ein Kleines sein, die verkokelten Verbindungen wieder herzustellen. Die Dinge, die du geschaffen hast sind doch viel komplzierter als diese Kabelverbindungen, von Menschen gemacht." Viel länger war mein Gebet nicht.
Na ja vielleicht noch ein Seufzer und zum Schluß noch ein Danke.
Am nächsten Tag, holte meine Tochter den Laptop noch einmal hervor, um erneut festzustellen, dass er nicht funktioniert. Es war ihr Letzter von den vielen Tests. Zu dieser Zeit wusste meine Tochter noch nichts von meinem Gebet. Sie packte ihren Laptop ein, und brachte ihn ins Fachgeschäft. Bevor sie ihn dort auspackte, schilderte sie dem Experten ihre Notlage und erfragte die Kosten, mit denen sie zu rechnen hätte.
"Na, dann lass erst mal sehen." Der Experte schloß das Netzteil an und siehe da, der Computer lief hoch, ganz normal, als wäre nie etwas gewesen. "Deinem Laptop fehlt doch nichts, Mädel, pack ihn wieder ein, er funktioniert einwandfrei."
Sie konnte ihr Glück kaum fassen.
Ich glaube, Gott hat so lange gezögert, damit sie diese gute Nachricht von einem Fachmann bestätigt bekommt. Sonst hätte sie bei jedem Einschalten immer wieder bangen müssen, dass er doch nicht funktioniert. Seitdem funktioniert der Laptop ohne Probleme. Die Garantiezeit ist inzwischen auch schon länger abgelaufen.
Selbst die Katzen erfreuen sich an dem wärmenden Gerät.
Eigentlich schade, dass mein Gottvertrauen erst so spät geweckt wurde, vielleicht hätte ich die Zeit des Bangens verkürzen können, wenn ich früher auf die Idee gekommen wäre. Ich stelle immer wieder fest, dass mir der Gedanke, es mit Gebet zu versuchen, oft erst in den Sinn kommt, wenn alle menschlichen Möglichkeiten erschöpft sind. Ich will alles selber im Griff haben.
Mit dieser Erfahrung möchte ich euch Mut machen, in ausweglosen Situationen auf Gottes Hilfe zu hoffen. Selbst wenn es sich um banale Situationen handelt.
Diese Erfahrung hat meinen Glauben an Gott neu gestärkt und ab und zu wird mein Vertrauen zu dem großen Schöpfer belohnt.
Ein andermal mehr davon.
Unter dem Label "unglaublich" werde ich noch einige Beispiele über wundersame Erfahrungen weitergeben.
Ich selber bin schon ganz gespannt, welche Überraschungen in diesem Jahr auf mich warten. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Die Fotos hat freundlicherweise meine Tochter zur Verfügung gestellt.
Herzliche Grüße Elisabeth
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