Wenn ich so meine Gänseblümchenwiese anschaue, kann ich kaum glauben, dass der Winter naht. Ich hab den Eindruck, die kleinen unscheinbaren Blümchen wollen sich jetzt noch mal mit aller Kraft behaupten und zeigen, was sie im Sommer vielleicht versäumt haben.
Der Anblick dieser Knospen hat mich zum Nachdenken gebracht. Wie habe ich mein Leben gestaltet. Lebe ich in meiner Bestimmung? Kann ich durch mein Handeln Andere erfreuen und ein Wohlgeruch in meiner Umgebung sein?
Was habe ich versäumt, um in der Blütezeit meines Lebens meinen Lieben mit Freude und in Liebe zu begegnen.
So möchte ich jeden Tag in dem Bewußtsein leben meinen Platz auszufüllen und meine mir geschenkte Zeit sinnvoll einzusetzen.
Ach, übrigens habe ich jetzt mit 60 noch ein Jobangebot als pädagogische Ergänzungshilfe bekommen. Heute habe ich einen Kennenlerntag, um Familien ganz praktisch zu unterstützen. Eine neue Herausforderung wartet auf mich.Bin echt gespannt, was diese Blütezeit meines Lebens noch für Überraschungen bereit hält.
Ich wünsche mir auch noch Dezemberblüten.
Liebe Grüße an alle und lasst Eure Blumen blühen und Duft verbreiten, zur Freude und zum Wohlgeruch für Eure Mitmenschen.
Elisabeth
Bin gaaanz berührt von Deinem Text ...*schnief*...
AntwortenLöschenJaaa, diese Fragen sollten wir uns alle öfter stellen, welche Knospen und Blüten unser Leben so hervorbringt.
UND: selbst mit 31 habe ich diese sentimentalen Phasen in regelmässigen Abständen, wo ich tief in mich gehen muss, mich und mein Leben sortieren und ausrichten muss und in der Stille meine Perspektive neu wahrnehmen muss.
Genau diese Momente sind es, die mich demütig erkennen lassen, wie unverdient gut es mir geht und wie gut Gott zu uns ist. Auch unverdient, denn wer bin ich, dass es mir besser geht als anderen Menschen?
Liebe Grüße!