Montag, 21. Dezember 2015
Adventskalender 22. Dez.
Heute verschicke ich schon mal meine Weihnachtspost, dank Internet erreicht sie meine Kinder und Freunde rund um den Globus.
Wie steht es bei euch mit der Weihnachtspost?
Von Ludwig Burgdörfer gebe ich ein paar Gedanken zu Weihnachtskarten wieder.
Weihnachtskarten
Schreiben Sie auch welche?
So ganz altmodisch mit der Hand?
Briefmarke abgeleckt und ab die Post.
Das ist ja eine ganz eigene Kultur. Sowas ist ziemlich einmalig im Jahr.
Ich kann mich erinnern, dass in meiner Kinderzeit im Advent ganz viele Weihnachtskarten kamen von Verwandten,
von denen ich die meisten gar nicht kannte. Das heißt ich habe die nie gesehen, nie getroffen, hatte keine Ahnung,
wie die aussahen, was die machten, aber ihre Namen wurden jedes Jahr feierlich am Küchentisch verlesen.
Und es war immer wie ein Abzählen, ob noch alle da sind. Wer keine Karte geschickt hatte, stand unter dem Verdacht,
gestorben zu sein. Und was mich immer sehr beeindruckt hat: Da stand meist so gut wie gar nichts drauf.
Viele meiner fernen Verwandten schrieben einfach: Wir wünschen allen frohe Weihnachten und ein gutes, gesegnetes neues Jahr. Das war alles - und das genügte auch. Die Karte war die Botschaft in sich. Allein schon, dass es sie gab, dass sie ankam - darauf kam es an! Weihnachtskarten sind hoffentlich noch lange nicht aus der Mode. Wer keine schreibt, steht unter dem Verdacht, nicht mehr zu leben im Denken an andere.
Und der liebe Gott hätt auch gern eine. Der bekommt so selten Post, ich meine außer Protestbriefen und Anklageschriften erreicht den kaum ein Gruß und Kuss. Und wenn wir uns so lange nicht bei ihm melden, noch nicht einmal an Weihnachten, dann könnte er auf einmal meinen, wir seien am Ende tot mit unserm Glauben, unserer Hoffnung, unserer Liebe. Wer um Gottes willen in diesen Tagen wieder ein paar Karten verschickt, der ehrt auch seinen Gott, der erkennt seinen Vater im Himmel an, indem er die Geburt seines lieben Sohnes zum Anlass nimmt, andere Söhne und Töchter zu grüßen. Aus Anlass der Geburt Jesu Christi geht die Post ab in dieser Welt.
Auszug aus dem Buch - Erst eilig, dann heilig
Gruß Elisabeth
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