Mittwoch, 3. Juli 2013

Taschentücher

Aus einer Zeit als Taschentücher noch ein willkommenes Geschenk waren. Man bekam sie zur Konfirmation, zum Geburtstag, an Weihnachten und zur Aussteuer (für die Jüngeren, die damit  nichts mehr anfangen können, Geschenke für den späteren Haushalt, den man vielleicht in 10 Jahren mal gründet, und die dann längst veraltet, unmodern und out sind.) Es gab sie liebevoll bestickt oder mit gehäkelter Spitze, oft aoch mit Monogramm.
Das Taschentuch durfte in keiner Handtasche fehlen, oftmals gab es ein extra Täschchen für das Taschentuch.
Um etwas wichtiges ja nicht zu vergessen, wurde zur Erinnerungshilfe ein Knoten ins Taschentuch gemacht. Daran sieht man, wie wichtig seinerzeit das Gute Stück war. Es gab sie für Damen, Herren und selbstverständlich auch für Kinder. Ich erinnere mich an aufgedruckte Motive, wie Mäuse oder andere Bilder. Natürlich gehörten sie in jede Hosentasche. Brauchte man sie nicht zum Naseputzen, wurde damit der Schweiß aus der Stirn gewischt.
Zu besonderen Anlässen, wurde aus einem Taschentuch ein Einstecktuch gefaltet, das dann fein säuberlich in die Brusttasche des Sakkos gesteckt wurde, um die Aufmerksamkeit der Damen auf sich zu lenken.






Also Ihr seht schon: EIN TASCHENTUCH WAR FRÜHER GAR NICHT WEGZUDENKEN. Was ist dagegen schon ein Taschentuch aus Papier, das achtlos weggeworfen wird.

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