Montag, 31. Juli 2017

Ruhestand

Fast nicht zu glauben und doch wahr, mein Mann ist im wohlverdienten UnRuhestand. Um mir ein Urteil über diese Begrifflichkeit zu bilden, muss ich erst mal abwarten, ob die Ruhe oder die Unruhe überwiegt. So wie ich meinen Mann kenne, läuft es sicher auf die Unruhe hinaus. Zu tun gibt's ja immer genug.


Zum Abschied gab es noch eine nette Party. In dem Präsent sind solche Nettigkeiten, an die die Kollegen erinnert wurden, was mein Mann über die Jahre an die Jungs schon mal verteilt hat, um die Stimmung aufzuheitern.


Eine Urkunde darf zu solchem Anlass auch nicht fehlen.


Ab jetzt wird der Wecker aus dem Schlafzimmer verbannt. Kein Klingeln morgens um 5 Uhr. Nach 30 Jahren ist Schluss damit.
 

Dieses Bild vom Strassenfertiger hat ein Freund zur Erinnerung an die Jahre 1987 - 2017 meinem Mann geschenkt. Eine nette Überraschung.


Mein Mann hat sich nicht nur auf die Rentenzeit vorbereitet, er trifft auch schon Vorkehrungen für die Zeit nach der Rente.

Ich halte euch dann auf dem Laufenden wie sich das mit der Ruhe so entwickelt.

Liebe Grüße Elisabeth

Mittwoch, 26. Juli 2017

Im Verborgenen

Geheimnisvoll darf es heranwachsen, ein kleines Wesen, das es in seiner Einzigartigkeit auf diesem Planeten noch nicht gibt. Bald ist es soweit, das unfassbare Wunder, unser 5. Enkelkind wird in ein paar Wochen das Licht der Welt erblicken. Die Spannung steigt.
Am Wochenende hatte ich das Omaglück, ein Babybauchshooting mit meiner Tochter zu machen.


Es wird das zweite Mädchen. Die große Schwester ist jetzt 1 1/2 Jahre und so knuddelig.


H I E R  schicke ich euch den Link vom blog meiner Tochter, die ihr Mamaglück zum Ausdruck bringt.
Und  H I E R noch einen Link von der süssen großen Schwester.
Ich möchte nicht vorweg greifen, darum wechselt auf ihren blog, ach übrigens, sehr sehenswert.

Ich freu mich schon so auf das Wunderwerk von Gottes Schöpferkraft. Es war seine Idee.

Wenn Du ein Kind siehst, hast Du Gott auf frischer Tat ertappt.
Martin Luther (1483 – 1546)

Gute Wünsche und Gebete begleiten meine Tochter und das Ungeborene für die letzten Wochen der Schwangerschaft.


Wollte das Omaglück gern mit euch teilen.

Liebe Grüße Elisabeth


Dienstag, 25. Juli 2017

Land unter

Nach heftigen Regenfällen heute nacht haben wir den Bach, der an unserm Haus vorbei fliesst, mehrmals im Auge behalten. Die Feuerwehr war schon im Einsatz, um unsere Zufahrtsstrasse wegen Überflutung zu sperren.


Und der Ententeich in unserm Garten muss nicht mehr angelegt werden. Die Natur hat das inzwischen erledigt.


Ich hoffe nur, dass wir später nicht wieder so eine Mückenplage bekommen, wie bei der letzten Überschwemmung. Na ja, unser Moskitonetz haben wir noch zum Schutz.

Normalerweise ist unser Bach eher ein Rinnsal.
Ich hoffe, dass der Regen nun bald nachlässt und die Sonne den Garten wieder abtrocknet, bevor die Enten sich wieder falsche Hoffnungen machen und den Ententeich besiedeln wollen.

Nun wünsche ich allen, die noch im Urlaub sind, ein paar sonnige Tage.

Herzliche Grüße Elisabeth

Freitag, 14. Juli 2017

Today I will choose Joy

Sicher ist uns nicht immer nach Freude zumute. Es gibt Umstände im Leben, die es uns erschweren, immer ein unbeschwertes Leben zu leben und vor Freude überzusprudeln.


Manchmal braucht es eine Entscheidung, dass die Freude in unserm Leben wieder in den Vordergrund rückt.


Was mir dann schon mal hilft ist: Für all das Gute in meinem Leben dankbar zu sein. Dazu gibt es Gründe genug. Manchmal hilft es auch, sich an den kleinen Dingen, die oft unscheinbar sind, oder einem wertlos vorkommen, zu erfreuen. Dies sind oft die Situationen, die im Rückblick zu den ganz Grossen, zu den erfreulichen Erfahrungen zählen.


Lass dir auf keinen Fall die Freude rauben, indem du dich mit andern vergleichst oder besser sein willst wie der Andere.


Ich habe genug - um glücklich zu sein. Sei zufrieden mit dem, was du hast.

So bleibt mir nur euch ein fröhliches, unbeschwertes Wochenende zu wünschen.

Liebe Grüße Elisabeth

Sonntag, 9. Juli 2017

Krumme Linien - crooked lines

Heute erzähle ich euch eine Geschichte aus dem wahren Leben. Eine Geschichte, in der sich zeigt, dass Gott aus einem Baby, dass im Grunde keine Zukunft gehabt hätte, eine Frau werden lässt, die heute ein glückliches Leben führt. Diese junge Frau liegt mir besonders am Herzen, weil ich mit ihr ein Stück meines Herzens in Afrika gelassen habe.
Schon mehrmals habe ich sie bei Blogeinträgen erwähnt. Wer schon länger meinen blog liest, erinnert sich vielleicht.


 Für diejenigen, die neu dazugekommen sind, noch mal eine kurze Zusammenfassung.


Vor fast 40 Jahren sind wir als Familie, mit zwei kleinen Kindern, (9 Monate, und 1 Jahr und 9 Monate alt) als Missionare nach Kamerun gegangen. Meine Aufgabe war, in einer Schule für Hauswirtschaft zu unterrichten. Eine Aufgabe mit vielen Herausforderungen. Nach kurzer Zeit hatten wir ein afrikanisches Mädchen, ein kleines Baby von 6 Wochen, aufgenommen. Ihre Mutter, ein 16 jähriges Mädchen, starb bei der Geburt. Normalerweise werden diese Babies im Urwald ausgesetzt und den Tieren überlassen, weil in der Gegend, aus der sie kommt, Zauberei und Aberglaube die Menschen beeinflusst.
Ihre Großmutter hatte Mitleid und brachte sie zu Kollegen, zu einer Missionsstation. Während eines Besuchs bei dieser Familie, die in dieser abgelegenen Gegend eine Krankenstation aufgebaut hatten, und zu ihren zwei eigenen, schon zwei weitere Kinder angenommen hatten, habe ich die kleine Bernice sofort ins Herz geschlossen und wir haben sie mitgenommen. So wuchs sie die ersten Lebensjahre bei uns auf, sprach Deutsch und Pidginenglisch.



Als dann unsere 3. Tochter, Rebekka, geboren wurde und 3 Tage nach der Geburt Neugeborenenkrämpfe bekam, die lebensbedrohlich waren, eine medizinische Versorgung in Kamerun nicht möglich war, mußte ich mit ihr so schnell wie möglich nach Deutschland fliegen. Zurück blieben mein Mann und meine drei Mädels. Ich wußte sie in guten Händen.
Nach 4 Monaten intensiver Behandlung hatte ich den Rückflug nach Kamerun gebucht, um meine Lieben dort wiederzusehen. Durch einen erneuten Rückfall war es nicht möglich den Flug anzutreten.
So mußten auch mein Mann und die Kinder, schweren Herzens, Kamerun verlassen.
Da es für uns als Ausländer in Kamerun noch kein Adoptionsgesetz gab, hatten wir keine Wahl Bernice mitzunehmen. Wir hätten sie damals für ein Jahr mit nach Deutschland nehmen können, aber dann hätte sie allein, im Alter von 5 Jahren, wieder zurück geschickt werden müssen. Das war für uns keine Option. Sie zu ihrem alten Vater, damals mit 5 Frauen, in ein abgelegenes Urwalddorf, 4 Stunden Fußmarsch zur nächsten Strasse, zurückzuschicken, war undenkbar.
Was tun? Mein Mann und ein Kollege fanden dann ein junges, afrikanisches Ehepaar, die sie gerne aufnehmen wollten.
So kam Bernice im Alter von 5 Jahren zu diesem Paar. Sporadisch hörten wir immer wieder mal, dass es ihr in dieser Familie, die später noch 5 eigene Kinder hatten, sehr gut geht. Diese Nachrichten machten es mir ein wenig leichter den Trennungsschmerz zu ertragen. Zum Andern kam hinzu, dass ich immer wieder um ihren Schutz beten konnte und darüber Frieden fand. Gott, der dafür gesorgt hat, dass sie am Leben blieb, wird auch weiter für sie sorgen.
Einmal hatten wir die Gelegenheit, als sie ca. 20 Jahre alt war, sie kurz in Afrika zu treffen. Danach verlor sich ihre Spur, nachdem sie kurz darauf geheiratet und einen andern Namen hatte.
Vor ein paar Tagen hat sie durch "Zufall" oder Fügung, den Namen meines Mannes bei einem Bekannten von ihr, im Internet gesehen und erinnerte sich. So konnte sie gleich den Kontakt über Internet herstellen. Die Freude war auf beiden Seiten riesengroß, nach so langer Zeit wieder in Kontakt zu kommen.
So gibt es so vieles auszutauschen. Über WhatsApp und facebook sind wir nun ständig in Verbindung. Sie ist so glücklich über ihre ersten Lebensjahre, von denen sie kaum Erinnerungen hat, zu erfahren.
Und sie bestätigt mir immer wieder, dass sie in ihrer Familie, wie ein eigenes Kind angenommen und aufgewachsen ist. Und berichtet nur Positives von ihren Eltern und Geschwistern.
Sie selber sagt: "God had a plan for my life and he cared for me. So I am very happy."
Gott hat einen Plan für mein Leben und er hat mich beschützt. Ich bin so glücklich. Ich bin so reich beschenkt und habe so viele Geschwister, einige, die sie nun neu kennenlernen kann.



Sehr oft habe ich mich mit der Frage auseinandergesetzt. Was wäre aus Bernice geworden, hätten wir sie nach Deutschland mitnehmen können? Wie geht es Kindern, die in zwei sehr unterschiedlichen Kulturen aufwachsen? Die sogenannten Third Kulture children. Was macht das mit ihrer Identität? Fragen über Fragen. Ich habe keine Antwort, weil ich keinen Vergleich habe.
Hätte Bernice sich auf Dauer in Deutschland wohlgefühlt?
Nun zu hören, dass ihre Kindheit und ihr Erwachsen werden so einen guten Verlauf genommen hat, bestätigt mir, dass es ein guter Plan für ihr Leben ist. Und dass Gott aus einem Leben, das dem Tod geweiht war, einen fröhlichen und dankbaren Menschen machen kann.
Gott schreibt wirklich auf krummen Zeilen gerade.

Herzliche Grüße Elisabeth


Montag, 3. Juli 2017

Lavendeltraum

Der Lavendel steht wieder in voller Blüte, und macht Bienen und Schmetterlinge auf sich aufmerksam. Die Schmetterlinge veranstalten einen Reigentanz und die Bienen können gar nicht genug vom süßen Nektar bekommen.







Ein Strauß vom Lavendel wird getrocknet. Die getrockneten Blüten werden in Säckchen gefüllt, und im Kleiderschrank aufgehängt, um die Kleider vor Motten zu schützen.


Und es kommt ein Hauch der Province ins Schlafzimmer.


Elisabeth

Samstag, 1. Juli 2017

Nach langer Zeit

endlich wiedergefunden.

Ein lang ersehnter Herzenswunsch ist in Erfüllung gegangen. Unser Pflegekind, das wir die ersten fünf Jahre ihres Lebens, wie unser eigenes Kind aufnehmen durften, hat uns, dank FB, ausfindig machen können. Die Freude auf beiden Seiten ist überwältigend.

 

Dank Internet konnten wir heute über Videoanruf soviel miteinander teilen. Und auch in Zukunft gibt es so vieles zu berichten.

Es freut mich von ihr zu hören, dass sie trotz des schicksalhaften Starts ins Leben, eine glückliche Frau geworden ist. 

  H I E R    hatte ich schon mal von ihr berichtet. 

Diese Freude über das Wiedersehen wollte ich gern mit euch teilen. 
Herzliche Grüße Elisabeth