Mittwoch, 1. Januar 2020

Zum Jahreswechsel 2019 - 2020

Seit dem Millennium sind schon wieder 20 Jahre vergangen. Kaum zu glauben. Viele Veränderungen hat es gegeben, nicht nur privat, sondern auch gesellschaftlich, politisch, global und wirtschaftlich.
Das Neue Jahr liegt voller Spannung vor uns. Wie gut, dass wir noch nicht alles wissen, was uns erwartet.


Das neue Jahr liegt vor uns wie ein Buch mit leeren Seiten, das darauf wartet, unsere Lebensgeschichte schriftlich festzuhalten. Die guten wie die schlechten Zeiten.
Aus meinem Buch vom letzten Jahr würde ich gerne schon mal ein paar Seiten herausreißen, Situationen ungeschehen machen. Aber das ist nun mal das Leben. Aus Fehlern dürfen wir lernen.
Und Krisenzeiten sind auch Reifezeiten.


Ich hoffe, Ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen. Auf dem Heimweg heute Nacht sind wir in solch dichten Nebel gekommen, dass ich fürchten mußte, die Nacht im Auto zu verbringen. Es ging nur im Schritttempo voran.


An den 366 Tagen im vor uns liegenden Jahr möchte ich versuchen Prioritäten richtig einzuschätzen und meine Zeit, die mir geschenkt ist, sinnvoll zu nutzen.


So wünsche ich Euch Alles Gute und Gottes Segen für das Jahr 2020.

Liebe Grüße Elisabeth


Montag, 23. Dezember 2019

Weihnachtsgrüße

Nach einer längeren Blogpause, wird es Zeit, mich mal wieder zu melden. Viel zu schnell ist das Jahr verflogen. Euch allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest.


Liebe Grüße Elisabeth

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Geschichten aus Sand

Vor einiger Zeit hatten wir eine Einladung zu einer kunstvollen Sandausstellung in Elburg in den Niederlanden.
Weltberühmte Künstler haben in großen Hallen eine Welt erschaffen, um Geschichten, aus Sand geformt, lebensgroß darzustellen.


Gleich am Eingang befindet sich dieses Flüchtlingsboot mit den Sandfiguren.


Alle Figuren zeigen feine Details, die auf den Fotos leider nicht so gut wiedergegeben sind.


Interessanterweise haben die Künstler sehr viele biblische Szenen nachgebildet, wie hier zum Beispiel Mose mit den Gesetzestafeln und daneben Jesus mit dem Kreuz. Es soll zeigen, dass die Erlösung, nicht durch Einhalten der Gesetze erreicht, sondern durch Gnade, die Jesus durch seinen Tod am Kreuz bewiesen hat, erfahren werden kann.


Für unsere Tochter Rebekka habe ich dieses Foto gemacht, weil ihr die Geschichte der biblischen Rebekka sehr vertraut ist.


Dies sind zwei Seeleute, die während einer Flaute für Wind beten.


Hier wird an einer Dampfmaschine getüftelt.


Eine Alltagssituation einer holländischen Familie.


Zum Thema Weltmission.





Für All diese Kunstwerke wurde ein spezieller Sand verarbeitet, damit die Figuren möglichst lange erhalten bleiben.



Selbst die Kirchenmäuse fanden ihren Platz.



Am faszinierendsten fand ich die Elefanten mit den filigranen Ohren.




Die Samariterin am Jakobsbrunnen.


Leider kann ich euch hier nur einen klitzekleinen Ausschnitt der Ausstellung präsentieren. Wir brauchten einige Stunden und haben längst nicht alles entdecken können. Es war einfach gewaltig.
Vielen Dank an Dieneke und Gert, die uns diese außergewöhnliche Besichtigung ermöglicht haben.
Ich hoffe, dass die Skulpturen noch lange erhalten bleiben und noch viel Bewunderung bekommen.

Liebe Grüße Elisabeth

Sonntag, 13. Oktober 2019

Stalactite Cave

Im Land der tausend Höhlen haben wir als letzte Attraktion eine Tropfsteinhöhle in der Nähe von Beit Shemesh besucht, in den Jerusalemer Bergen gelegen.


Um zur Höhle zu gelangen, fährt man erst einen Berg hinauf, und dann führen 154 Treppen zum Eingang der Höhle hinunter. In der Höhle sind gewaltige Gewölbe. Die Temperatur ist bei 22 ° und 92 - 100% Luftfeuchtigkeit eher feucht/warm. Bei unterschiedlichen Beleuchtungen gibt es wunderschöne Formationen zu bestaunen.


Die Höhle wurde 1968 zufällig bei Sprengungen in einem nahegelegenen Steinbruch entdeckt.


Dieser Ausflug war ein wundervoller Abschluss unser Reise, bevor wir am nächsten Tag unsern Rückflug gebucht hatten. Noch lange wird uns diese Reise in Erinnerung bleiben.


Wir waren froh, diese Reise individuell geplant und unsern Bedürfnissen angepasst zu haben. So hatten wir die letzten zwei Tage noch mal einen Mietwagen und konnten diesen Ausflug machen und am Nachmittag unsere Tochter zum Flughafen bringen, wo sich unsere Wege wieder trennten. Sie nahm den Flug nach China und wir flogen am nächsten Tag nach Deutschland.


Das Auto konnten wir direkt am Flughafen in Tel Aviv wieder abgeben.

Eine Reise voller Abenteuer, viel Abwechslung, netter Bekanntschaften, geschichtsträchtig und trotz allen erholsam.

Liebe Grüße Elisabeth

Samstag, 12. Oktober 2019

Teich Siloah

Unsere nächste Besichtigung war der geschichtsträchtige Teich Siloah. Unter Schutt und Asche lag diese Ausgrabungsstätte lange Jahre verborgen und wurde erst im Jahr 2004 entdeckt.


Es handelt sich hier um ein jüdisches Ritualbad. Bevor die Juden die Treppen zum Tempel hinauf stiegen. mußten sie rituelle Waschungen vornehmen.


Bis heute wurde erst ein Teil des Teiches freigelegt.


Der Teich war früher zur Zeit Jesu mit einem Aufgang zum Tempel verbunden.


Bei den Ausgrabungen wurden auch ein Säulengang und ein Äquadukt freigelegt.


Diese Funde waren so lange verborgen, dass sie auch dem letzten Zweifler in unserer Zeit die Beweise zur Echtheit der Bibel liefern. Das macht eine Reise nach Israel so interessant.


Um so trauriger ist es, dass den Juden, auch in unserm Land, durch den Antisemitismus soviel Ablehnung entgegenschlägt. Haben doch unsere christlichen Werte ihren Ursprung im israelischen Volk.
Natürlich durfte auch ein Besuch an der Klagemauer und am Gartengrab nicht fehlen. Aber darüber habe ich schon in dem Bericht unserer letzten Reise vor 2 Jahren berichtet.

Ein schönes Wochenende wünscht Elisabeth

Montag, 30. September 2019

Der krönende Abschluss unserer Reise - Jerusalem

Diesmal haben wir unsere Reise in Jerusalem ausklingen lassen und uns dafür einige Tage Zeit genommen.


Da wir unsere Unterkunft im Abrahamhostel hatten, das ziemlich im Zentrum und direkt an der einzigen Strassenbahnlinie liegt, haben wir den Mietwagen schon zurückgegeben. Allein die Parkgebühren sind hier sehr hoch und man kann die Altstadt sowieso nur zu Fuß erkunden.


Die Altstadt ist heute immer noch von riesigen Mauern umgeben, in die man durch verschiedene Tore hineingelangt. Eingeteilt ist die Altstadt in vier Quarter. Einen Jüdischen, einen Arabischen, einen Christlichen und einen Armänischen Teil. Jeder Teil hat einen spezifischen Charakter.


Da wir während unserm letzten Aufenthalt vor zwei Jahren nicht die Zeit für alle Sehenswürdigkeiten hatten, oder den Teich Bethesda nach mehrmaliger Suche einfach nicht fanden, oder auf manche Ausgrabungsstätte erst nach unserer Reise aufmerksam wurden, hatten wir verschiedene Ziele schon vor unserer Reise festgelegt, wie z.B. Davids Stadt, außerhalb der Stadtmauern von Jerusalem und südlich von der Altstadt.


 Unsere erste Besichtigung war die City of David.
Über viele Jahrhunderte, ja sogar teilweise bis heute, wurde bestritten, dass König David in Jerusalem seinen Palast hatte. Die Ruinen, und damit auch die archäologischen Funde, die nachweislich David zugeordnet werden können, sind ein Beweis dafür, dass die Aussagen der Bibel mit der Archäologie übereinstimmen.



König David verließ vor ca. 3000 Jahren Hebron, um seine Residenz in Jerusalem aufzubauen. Er wollte diesen Ort zum religiösen, sowie zum politischen Mittelpunkt machen. In 2. Samuel 5,4 - 5 können wir nachlesen, dass David 7 1/2 Jahre in Hebron als König regierte, und danach für 33 Jahre in Jerusalem. Seit einigen Jahren ist diese Stätte eine der wichtigsten archäologischen Ausgrabungen im Vergleich zur Bibel und somit das älteste, bewohnte Gebiet von Jerusalem.


Salomo, Davids Sohn erbaut hier den Tempel und den Königspalast. Die Fundamente der uralten Stadtmauer sind heute freigelegt und unterschiedliche Zeitepochen sind durch Funde nachgewiesen.
Ein unterirdisches Wassersystem, der Hiskiatunnel kann heute durchwandert werden. An manchen Stellen sehr eng und glitschig. Der Tunnel wird heute noch aus der alten Quelle gespeist.


Von hier aus wanderten wir weiter durch das Kidrontal zum Garten Gethsemane.


Hier kommt man an verschiedenen, in den Fels gehauenen Gräbern vorbei und hat einen schönen Blick auf das goldene Tor, das direkt nach der Wiederherstellung der Stadtmauer unter türkischer Herrschaft wieder zugemauert und versiegelt wurde.


Mir war nicht bewusst, dass der Anstieg zum Garten Gethsemane doch noch so weit ist. Aber die Mühe hat sich gelohnt.


Hier hatten wir eine Zeit des Innehaltens und einen fantastischen Ausblick auf die Stadt Jerusalem. Was uns in unserer Ruhe gestört hat, war, dass von der Al-Aqsa-Moschee über Lautsprecher eine Ansprache herüberschallte, wo gerade das Fastenbrechen nach dem Ramadan gefeiert wurde.


Wir wunderten uns schon, dass die Hauptstrassen in Jerusalem gesperrt waren und schwarzgekleidete Menschenmassen durch das Löwentor in die Stadt drängten.


Als wir uns auf den Rückweg machten und durch die Altstadt die Abkürzung nehmen wollten, trafen wir auf die Menschenmassen, die gerade die Moschee verliessen. Wie wir später erfuhren, waren es 180000 Besucher, die sich durch die engen Gassen quälten. Eine Erfahrung, die ich nicht noch einmal erleben möchte. In diesem Menschenstrom, alle in Schwarz gekleidet, z. T. verschleiert, wurde man einfach mitgeschoben.


Natürlich gab es strenge Polizeikontrollen, die für Sicherheit sorgten. Es war befreiend, die Altstadt durch das Jaffator wieder verlassen zu können.

So macht man halt so seine Erfahrungen.

Liebe Grüße Elisabeth